JORGE GONZÁLEZ

© Rene Lohse

I Jorge González schreibt seine Rolle in der Unterhaltungsindustrie konsequent selbst.

 

Mitte der Achtzigerjahre verlässt Jorge González seine Heimat Kuba, um in der damaligen Tschechoslowakei Atom-Nuklearökologie zu studieren – der erste radikale Neuanfang von vielen, die noch folgen werden. Neben seinem Studium, das er mit Diplom (Note 1) abschließt, arbeitet Jorge González als Model, Stylist und Choreograph. Es sind erste Vorboten seiner späteren Karriere in der Kreativbranche. Doch ein durch den Ostblock begrenzter Radius engt González ein wie ein zu enges Kostüm. Noch bevor der eiserne Vorhang fällt, flüchtet er zum Klassenfeind in den Westen – und wird von Kuba geächtet. Die neue Freiheit hat ihren Preis: Acht Jahre lang weiß Jorge González nicht, ob er seine Familie jemals wiedersehen wird. Jorge González fängt erneut neu an, diesmal in Hamburg.

Er arbeitet an Projekten u.a. für Gianni Versace, Vivienne Westwood und Laura Biagiotti. Ein wichtiges Markenzeichen verlässt Jorge González schon damals auch in schweren Stunden nicht: Sein lautes, offenes, unverwechselbares Lachen. Es ist Ausdruck seiner kubanischen Lebensfreude. Die Menschen im traditionell steif-unterkühlten Hamburg finden Jorge González erfrischend. Sie sind amüsiert über seine liebenswürdig-eigenwillige Aussprache und sein Mantra „Hola Chicas!“ ist wie gemacht für ein großes Publikum. So ist es nur logisch, dass Jorge González 2010 für die erfolgreiche Castingshow „Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum“ (ProSieben) entdeckt wird.

Seit 2013 adelt er die Tanzshow „Let’s Dance“ (RTL) als Juror und ist seither aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken. International ist er bei „E! Entertainment“ eine feste Größe und machte Furore bei der US-Show „The World’s Best“ (CBS) moderiert von James Corden. In einer sich immer schneller drehenden TV-Welt ist Jorge González vor allem eins: unverwechselbar und einzigartig. I

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